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Berliner Register
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Was ist ein Register?
Ein Register ist eine Sammlung von rechten, rassistischen, antisemitischen und
homophoben Vorfällen, die sich in den jeweiligen Stadtbezirken Berlins ereignet haben.
Diese Vorfälle wurden von Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks bei verschiedenen
Anlaufstellen, die über den Bezirk verteilt sind, gemeldet.
Diese Stellen leiten die Informationen an die Koordinierungsstelle des Registers weiter.
Dort werden sie gesammelt, halbjährlich ausgewertet und die Ergebnisse werden
veröffentlicht. Teilweise werden die Vorfälle in einer Chronik auf der zugehörigen
Internetseite dokumentiert,
Die Register der einzelnen Bezirke sind untereinander vernetzt.
Es finden regelmäßige Treffen statt, z.B. im Rahmen der halbjährlichen Auswertung.
Gleichzeitig sind die Register in ein Netzwerk eingebunden, dass auch über den Bezirk hinausgeht.
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Wie ist die Idee entstanden?
Die Idee, ein Register im Bezirk aufzubauen, wurde zunächst in Pankow entwickelt.
Die Arbeitsgemeinschaft Aktionsplan richtet 2005 das 'Pankower Register' ein.
Anlaufstellen im Bezirk nehmen Vorfälle entgegen und leiten sie an die Netzwerkstelle
Moskito weiter.
In Lichtenberg-Hohenschönhausen gibt es ebenfalls seit 2005 ein Register,
das vorwiegend auf Informationen verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure basiert
und nicht über Anlaufstellen funktioniert. Die Koordination dieses Registers übernimmt
die Netzwerkstelle Licht-Blicke.
In Treptow-Köpenick wurde der Wunsch nach einem Register im Jahr 2006 im Bündnis
für Demokratie und Toleranz diskutiert. Ende 2006 förderte der Integrationsbeauftragte
des Berliner Senats eine Anschubfinanzierung für den Aufbau des Registers.
Seit November 2007 wird das Register durch den Lokalen Aktionsplan Treptow-Köpenick
finanziert. Trägerverein des Projekts ist der Verein offensiv'91 e.V., in dessen
Geschäftsstelle sich auch das Büro der Koordinierungsstelle des Registers befindet.
Seit Januar 2008 gibt Polis*, die Bezirkliche Koordinierungstelle gegen
demokratiegefährdende Phänomene und Rechtsextremismus Marzahn-Hellersdorf,
das Verzeichnis Marzahn-Hellersdorf heraus.
Auch in Friedrichshain gibt es seit März 2009 ein Register,
das über den Lokalen Aktionsplan für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg als ein Projekt
finanziert wird. Trägerverein des Projekts ist der Verein UBI KLiZ, in dessen Räumlichkeiten
in der Kreutzigerstraße sich das Büro des Registers befindet.
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Was sind die Ziele?
Ziel der Register ist nicht nur die Sammlung und Auswertung von rassistischen,
rechtsextremen, homophoben oder antisemitischen Vorfällen, sondern vor allem das
Sichtbarmachen von Diskriminierung im Alltag.
Im Gegensatz zu bestehenden Statistiken bezieht das Register nicht nur
anzeigerelevante Vorfälle wie Sachbeschädigungen und gewalttätige Übergriffe ein,
sondern es werden auch sogenannte niedrigschwellige Vorfälle aufgenommen,
wie Pöbeleien, rechte "Schmierereien" und Aufkleber, und Vorfälle,
die aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Anzeige gebracht werden.
Das Registrieren solcher Vorfälle in lokalen Anlaufstellen schafft für die
Betroffenen einen Raum, in dem sie ihre Erlebnisse schildern können, und sie
merken, dass sie mit ihren Problemen nicht allein dastehen. Es besteht die
Möglichkeit die Betroffenen an andere Stellen weiterzuleiten, wie z.B. an die
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (mbr) oder die Opferberatungsstelle ReachOut.
Durch die Veröffentlichung der Vorfälle und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger am Register, soll langfristig eine Sensibilisierung für die Problematik
der Diskriminierung entstehen.
Die Ergebnisse des Registers sollen außerdem den unterschiedlichen, demokratischen
Akteuren im Bezirk ein detailliertes Bild darüber vermitteln, welche Vorfälle im
Bezirk stattfinden, und wo sich Schwerpunkte für bestimmte Formen der Diskriminierung
herauskristallisieren.
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Gibt es Grenzen?
Ein Register hat Grenzen. Es kann in die Auswertung immer nur die Fälle einbeziehen,
die bei der Polizei, in der Presse, den Anlaufstellen oder der Opferberatung
gemeldet werden. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass es eine hohe
Dunkelziffer an nicht gemeldeten Vorfällen gibt.
Wenn aus einer Region mehr Meldungen eingehen, kann das an einer sensibilisierten
Nachbarschaft liegen und muss nicht zwangsweise auf ein erhöhtes Aufkommen von
Diskriminierung zurückgeführt werden.
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Wie kann ich mich am Register beteiligen?
Melden Sie Vorfälle:
Alle Menschen, die Zeuge oder Zeugin eines Vorfalls oder selbst Opfer werden,
können dies beim Register bzw. den Anlaufstellen melden, telefonisch oder in dem
sie persönlich vorbei gehen. Hierfür kann gemeinsam mit der meldenden Person
in einer der Anlaufstellen ein Fragebogen ausgefüllt werden.
Werden Sie Anlaufstelle:
Anlaufstellen können Einrichtungen und Organisationen sein, die öffentlich beworben
werden können oder nur intern für das eigene Publikum zur Verfügung stehen.
Die Koordinierungsstelle des Registers berät Sie dazu gern.
Werben Sie für das Register:
Das Register kann nur funktionieren, wenn sich Bürgerinnen und Bürger aus dem Bezirk
beteiligen. Je mehr Menschen das Register kennen, desto differenzierter wird das Bild,
das durch die Sammlung der Vorfälle entsteht.
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Kontakte
Register Treptow-Köpenick
c/o Villa Offensiv
Hasselwerder Str. 38-40
12439 Berlin
Tel.: 0152 - 04425746
E-Mail: register-tk@web.de
Internet: www.register-tk.de
Lichtenberger Register
Licht-Blicke, Netzwerk für Demokratie und Toleranz
Ahrenshooperstraße 7
13051 Berlin
Tel.: 030 - 99270555
E-Mail: netzwerk-lichtenberg@gmx.de
Internet: www.licht-blicke.org
Register Friedrichshain
Kreutziger Str. 23
10245 Berlin
Tel./Fax: 030 - 74078831
Handy: 01577 - 7369942
E-Mail: register-friedrichshain@web.de
Internet: www.register-friedrichshain.de
Pankower Register
[moskito] Netzwerkstelle
Fehrbelliner Str. 92
10119 Berlin
Tel.: 030 - 44383-459
Fax: 030 - 4437171
E-Mail: moskito@pfefferwerk.de
Internet: www.pankower-register.de
Verzeichnis Marzahn-Hellersdorf
Stiftung SPI, Polis*
Klausdorfer Str. 8
12629 Berlin
Tel.: 030 - 99275096
Handy: 01577 - 7369942
E-Mail: polis@stiftung-spi.de
Internet: www.stiftung-spi.de/polis.html
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| ARIBA e.V./ReachOut bei der Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 100 205 00
Konto: 3 24 48 01 |
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Adresse: Oranienstraße 159, 10969 Berlin. U8 Moritzplatz
Email: info@reachoutberlin.de, Tel.-Nr. 030/ 695 68 339, Fax: 030/ 695 68 346
Reachout ist ein Projekt von ARIBA e.V. und wird gefördert durch das Berliner "Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" und im Rahmen des Bundesprogramms "Förderung von Beratungsnetzwerken - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus".
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