Logo
  ReachOut-Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus  
Facebook
Facebook

Languages
Sprache auswählen:

Deutsch English Español

ReachOut


Thema: Presseschau

In der Rubrik 'Presseschau' sind Presseberichte dokumentiert, in denen ReachOut erwähnt wird, und Beiträge von Mitarbeiterinnen von ReachOut:

<   12345678910111213141516171819202122232425   >

2013-03-02 Keine Entwarnung
UserReachOut 05.03.2013, 16:01 Uhr
Presseschau Taz

Die Zahl der Angriffe sinkt, die der Opfer hat dagegen weiter zugelegt

Die Gesamtzahl der rechtsextrem motivierten Angriffe ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum sei aber die Zahl der Opfer im Vergleich zum Jahr 2011 gestiegen, wie der Opferhilfeverein ReachOut am Freitag bei der Vorstellung des Jahresberichts mitteilte. "Von einzelnen Angriffen sind letztes Jahr mehr Menschen betroffen gewesen", sagte Sabine Seyb, Sprecherin von ReachOut. Insgesamt zählte die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt 234 betroffene Personen, 2011 waren es noch 229. Die Zahl der registrierten Angriffe sank gegenüber dem Vorjahr um 19 auf 139, so Seyb.

In den Westberliner Stadtteilen wurden 76 (2011: 80), im Osten der Stadt 63 (2011: 78) Gewalttaten verübt. Die meisten Übergriffe gab es mit 22 in Neukölln (2011: 15). Der größte Teil der Angriffe fand in der Öffentlichkeit statt: 69 Gewalttaten (2011: 77) wurden auf Straßen, Plätzen und an Haltestellen verübt, 34 (2011: 40) in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Bahnhöfen.

Die häufigsten Tatmotive waren Rassismus (68), Homophobie (30) und politische Gegnerschaft (15), sagte Seyb. Antisemitisch motivierte Gewalttaten rangieren demnach auf Rang fünf mit insgesamt 6 Vorfällen. Experten gingen davon aus, dass nur jede vierte Tat überhaupt bekannt wird, so Seyb weiter.

Im Gegensatz zu den Statistiken der Ermittlungsbehörden dokumentieren ReachOut und die Register in den Bezirken auch Vorfälle, die nicht bei der Polizei angezeigt werden. Dadurch würden in den einzelnen Bezirken Aktionsschwerpunkte von Neonazis und alltägliche Formen von Diskriminierung sichtbar, hieß es. IGM, EPD

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2013%2F03%2F02%2Fa0219&cHash=8bac3c7de9a0923b864b7e1a63dde044


181 Aufrufe >>>

2013-03-01 Zahl der Opfer rechtsextremer Gewalt gestiegen
UserReachOut 06.03.2013, 13:27 Uhr
Presseschau b2b-deutschland.de

Rassismus ist das häufigste Motiv

Die Zahl der verletzten und massiv bedrohten Opfer rechtsextremer Gewalt hat in Berlin im Jahr 2012 trotz einer leicht rückläufigen Zahl der Angriffe zugenommen. Im Westen der Stadt wurden mehr Übergriffe gezählt als im Osten. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Reach Out hervor.

Die Zahl der Angriffe sei auf 139 leicht gesunken, sagte die Sprecherin der Initiative, Sabine Seyb, am Freitag. 2011 hatte Reach Out 158 Fälle registriert. Bei den Angriffen seien 234 Menschen "verletzt, gejagt und massiv bedroht" worden, fügte Seyb hinzu. Das sind fünf Verletzte mehr als Reach Out 2011 dokumentiert hat.

"Rassismus war das häufigste Tatmotiv", ergänzte die Sprecherin. Die Dunkelziffer dürfte weit größer sein. "Wir befürchten, dass wir nur die Spitze des Eisbergs sehen", sagte Seyb.

Im Westteil der Stadt wurden 76 Gewalttaten von Rechtsextremisten verübt, im Osten der Stadt waren es 63. Bereits im Jahr 2011 zählte Reach Out in den westlichen Bezirken 80 rechtsextreme Gewalttaten, im Osten 78.

"Der größte Teil der Angriffe fand in aller Öffentlichkeit statt", betonte Seyb. So seien 69 Gewalttaten auf Straßen, Plätzen und an Haltestellen sowie 34 in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen verübt worden.

Seyb kritisierte die Berliner Ermittlungsbehörden. Es gebe keine Anzeichen, dass deren Sensibilität gegenüber den Opfern rechtsextremer Gewalt zugenommen habe, nachdem im vergangenen Jahr der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) für lange Zeit nicht aufgeklärte Morde an "Mitbürgern griechischer und türkischer Herkunft" verantwortlich gemacht worden sei. DAPD

http://www.b2b-deutschland.de/berlin/region/detail_dapd_3621442870.php


344 Aufrufe >>>

2013-03-01 Weniger rechte Gewalt in Berlin
UserReachOut 05.03.2013, 15:58 Uhr
Presseschau Beratungsstelle informiert

Die gute Nachricht: Die offizielle Zahl der rechtsextremen Straftaten in Berlin ist im vergangenen Jahr gesunken. Die schlechte: Die Dunkelziffer ist riesig. Das hat ein Bericht der Beratungsstelle für rechte Gewalt "Reach Out" ergeben.

139 Gewalttaten waren es insgesamt im Jahr 2012. Auch wenn die zurückgehenden Zahlen an sich ein gutes Zeichen, so bleibt doch ein großes Problem bestehen: "Etwa 75 Prozent der Gewalttaten bleiben im Dunkelfeld. Die kommen gar nicht zur Anzeioge und davon erfährt niemand."

Die eigentliche Überraschung, so Inforadio-Reporter Olaf Sundermeyer, liegt in der Umkehrung der örtlichen Schwerpunkte – von Ost nach West: "Inzwischen ist es so, dass in den westlichen Stadtbezirken mehr als die Hälfte der Straftaten stattfinden, mit einem Schwerpunkt im südlichen Neukölln an der Grenze zu Treptow-Köpenick." Insofern gebe es da zugespitzt ausgedrückt eine "Ausweitung der Kampfzone".

"Opfer werden schnell zu Tätern gemacht"

Opfer der Übergriffe werden nach wie vor Menschen, die nicht ins nationalsozialistische Weltbild der Neonazis passen: Migranten, Homosexuelle, Antifaschisten und alternative Jugendliche. Etwa zwei Drittel der Taten haben ein rassistisches Tatmotiv.

Die Hoffnung, dass es nach der Kritik an Polizei und Justiz im Fall der NSU-Morde ein Umdenken bei den Ermittlungsbehörden geben würde, ist enttäuscht worden, so Olaf Sundermeyer: "Gerade dann wenn es zu rassistisch motivierten Angriffen kommt, werden Opfer ganz schnell zu Tätern gemacht, indem Personenkontrollen vollzogen werden anstatt sich um die Opfer zu kümmern."

"Neonazis greifen nur Schwache an"

Auf die Frage, was am besten gegen rechte Gewalt hilft, gibt es mehrere Antworten: So sei natürlich eine größere Sensibilisierung von Polizei und Justiz nötig. Vor allem aber, so Olaf Sundermeyer aber auch, müssten die Opfer rechter Gewalt in die Mitte der Gesellschaft geholt werden: „Neonazis greifen immer schwache Gruppen an. Ihre Gewalt richtet sich immer gegen Menschen am Rand der Gesellschaft. Da muss man deutlich machen, dass Migranten, Homosexuelle und alternative Jugendliche genau so zur Mehrheitsgesellschaft gehören, wie alle anderen auch. Das gewährt ihnen den größten Schutz gegen rechtsextreme Gewalt.“

Das Gespräch führte Alexander Schmidt-Hirschfelder.

http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201303/01/186190.html


136 Aufrufe >>>

2013-03-01 Verein: Polizei behandelt Ausländer „respektlos“
UserReachOut 02.03.2013, 12:05 Uhr
Presseschau Tagesspiegel

Die Beratungsstelle Reachout erhebt schwere Vorwürfen gegen die Berliner Polizei. Opfer rassistischer Gewalt würden von den Beamten "nicht ernst genommen" werden. Bei der Anzahl der Gewalttaten gibt es dennoch eine erfreuliche Tendenz.

Die Berliner Polizei hat aus der NSU-Mordserie nichts gelernt und behandelt Ausländer immer noch „respektlos“. Diesen Vorwurf erhob am Freitag Sabine Seyb von der Opferberatungsstelle Reachout. „Wir haben gehofft, dass der Skandal zu einem sensibleren Umgang der Ermittlungsbehörden mit den Opfern rassistischer Gewalt führt“, sagte Seyb bei der Vorstellung einer Liste von Gewalttaten mit rassistischem, antisemitischem und homophobem Hintergrund. „Aber dem war nicht so.“ Die Betroffenen beklagten weiterhin, dass sie häufig von der Polizei respektlos behandelt und nicht ernst genommen würden.

Sabine Seyb nannte als Beispiel einen Fall aus Neukölln, bei dem ein Mann erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen worden sei. Der Mann sei dann angeblich von der Polizei „als Täter behandelt worden, obwohl er sichtbare Verletzungen im Gesicht“ hatte. Weitere Details dazu nannte Reachout nicht. Nach Angaben des Vereins sei dieses Vorgehen aber üblich, ausländische Opfer würden häufig „zuerst nach den Ausweispapieren gefragt“.

Die Polizei wies die „pauschale Kritik“ zurück. Polizeisprecher Stefan Redlich sagte, dass man „große Anstrengungen“ unternehme, um rassistische Taten zu erkennen und von der zuständigen Fachdienststelle bearbeiten zu lassen. Redlich sicherte zu, dass der von Reachout genannte Fall in Neukölln geprüft werde. Zugleich verwies er auf das direkt beim Polizeipräsidenten angesiedelte „Büro für Integration und Migration“, das strukturelle Probleme in der Arbeit der Behörde erkennen soll. Sicherlich gebe es noch Fälle, in denen „nicht alles optimal “ laufe. Redlich verwies auch darauf, dass unter den zuletzt neu eingestellten Schutzpolizisten etwa 20 Prozent Migranten seien.

Nach Zählung von Reachout ist die Zahl der „rechten, rassistischen und antisemitischen Gewalttaten in Berlin 2012 etwas gesunken, und zwar von 158 auf 139 Fälle. Der Westteil der Stadt hat mit 76 vom Verein registrierten rassistischen Gewalttaten mittlerweile den Osten (63) überholt. In früheren Jahren hatte es in den Ost-Bezirken deutlich mehr Taten als im Westen gegeben, seit 2011 führt nun der Westen. Auch die Polizei registrierte 2012 einen deutlichen Rückgang bei rechten Gewalttaten. Homophobe Taten seien auf dem Niveau von 2011, antisemitische Taten leicht gestiegen. Genaue Zahlen will Innensenator Frank Henkel in einigen Wochen vorlegen.

Die meisten Gewalttaten, nämlich 22, zählte Reachout in Neukölln. Sabine Seyb erwähnte auch den ungeklärten Mord an Burak Bektas im April vergangenen Jahres im Ortsteil Buckow. „Das Vorgehen erinnert an den NSU, ein rassistisches Motiv liegt zumindest nahe.“ Ein Unbekannter hatte nachts auf mehrere Migranten gefeuert, einer wurde getötet, zwei schwer verwundet.

In die Reachout-Statistik ging der Fall aber nicht ein, da es keinen konkreten Hinweis gibt. Innenstaatssekretär Bernd Krömer hatte kürzlich im Parlament gesagt, dass in dem Fall nach bisherigen Erkenntnissen der Mordkommission „das Motiv weder in der Person des Getöteten noch der Verletzten“ liege. JÖRN HASSELMANN

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizeiermittlungen-verein-polizei-behandelt-auslaender-respektlos-/7864656.html





240 Aufrufe >>>

2013-03-01 Senatorin Kolat: „Menschenverachtende Gewalt schadet unserer Demokratie!“
UserReachOut 06.03.2013, 13:25 Uhr
Presseschau Pressemitteilung

Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat ruft angesichts der Jahresbilanz der Opferberatungsstelle ReachOut zur Solidarität mit Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt auf.

Die Opferberatungsstelle ReachOut berichtet in ihrer Bilanz für das Jahr 2012 von einem gleichbleibenden hohen Niveau rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin. Angesichts der neuen Zahlen ist Senatorin Kolat über die Brutalität der menschenverachtenden Gewalt bestürzt. „Besorgniserregend ist, dass trotz leicht gesunkener Angriffszahlen 2012 mehr Menschen verletzt und massiv bedroht wurden als 2011. Staat und Zivilgesellschaft müssen sich weiterhin der Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus stellen.“ Für die Demokratie sei es ein erheblicher Schaden, wenn menschenverachtende Gewalt das gesellschaftliche Klima vergiftet, so Senatorin Kolat.

Weiterhin ist es wichtig, sich mit den Opfern zu solidarisieren und ihnen Unterstützung für die Bewältigung des Angriffs zu leisten. Der Berliner Senat wird deswegen das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus weiterführen und damit die verlässliche Finanzierungsbasis der Berliner Opferberatung ReachOut erhalten. Das im Rahmen des Landesprogramms geförderte Projekt „ReachOut – Opferberatung und Bildung“ unterstützt, begleitet und berät Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Übergriffe.

http://www.berlin.de/sen/aif/presse/archiv/20130301.1315.381903.html


252 Aufrufe >>>

2013-03-01 Rechte Straftaten in Berlin
UserReachOut 05.03.2013, 16:08 Uhr
Presseschau rbb-online.de/abendschau

Seit Jahren listet die Opferberatung Reachout Gewalttaten aus rassistischen oder rechtsextremen Motiven auf. Mindestens 139 solcher Angriffe fanden nach Angaben der Organisation im vergangenen Jahr in Berlin statt.
Die Zahl der registrierten Taten lag damit etwas niedriger als 2011. Insgesamt 234 Menschen seien verletzt, gejagt oder massiv bedroht worden. Das häufigste Motiv war demnach Rassismus. Die Dunkelziffer der Angriffe, die nicht bekannt wurden, liege aber deutlich höher, so eine Sprecherin von Reachout.

Beitrag von Norbert Siegmund

http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20130301_rechts.html

rbb-online.de/abendschau


197 Aufrufe >>>

2013-03-01 Kaum Geld gegen Homophobie
UserReachOut 01.03.2013, 11:48 Uhr
Presseschau Neues Deutschland

Migrantenverbände fühlen sich bei Förderung von Lesben und Schwulen allein gelassen

Helga Seyb von Reach Out, einer Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, ärgert sich, wenn sie in Polizeimeldungen über homophobe Übergriffe etwas von Tätern mit einem vermutlich »arabischstämmigen Hintergrund« liest. Bei weißen Tätern verweise die Polizei im Gegensatz dazu nicht auf Herkunft und Hautfarbe, sagt Seyb.

Durch diese Hervorhebung werde der Bevölkerung der falsche Eindruck vermittelt, Menschen mit Migrationshintergrund begingen deutlich häufiger Straftaten gegen Lesben, Schwule oder Transsexuelle. »In der Öffentlichkeit herrscht das Bild, Migranten interessierten sich nicht für dieses Thema«, erklärt Dania Thaler vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg (MRBB). Häufig werde Migranten schon aufgrund ihrer Herkunft oder Religion eine homophobe Einstellung unterstellt, so die Expertin.

Im Auftrag des MRBB führte Thaler deshalb eine Befragung der im Dachverband organisierten Migrantenvereine durch, deren Ergebnisse gestern präsentiert wurden. Immerhin 15 von etwa 70 Organisationen beantworteten den Fragenkatalog. Für eine derartige Umfrage sei dies eine gute Rücklaufquote, sagt Thaler.

Dabei wollte der MRBB wissen, ob Themen wie Homophobie, Transphobie und Sexismus in der täglichen Arbeit der Migrantenorganisationen eine Rolle spielen. Die befragten Vereine berichteten, in Beratungsgesprächen mit Migranten komme die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung immer wieder zur Sprache. Immerhin elf von 15 Befragten gaben an, dass ihnen die Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wichtig seien. Viele Vereine wünschten sich zudem eine stärkere Vernetzung untereinander, um Erfahrungen auszutauschen. »Der Bedarf ist eindeutig da«, resümiert Thaler aus den vorgelegten Zahlen.

Saideh Saadat-Lendle, Leiterin der Lesbenberatung LesMigraS, bestätigt diesen Eindruck. »Wir bekommen immer wieder Anfragen für Fortbildungen und Zusammenarbeit von Migrantenorganisationen. Aktuell haben wir aber keine Ressourcen diese durchzuführen«, sagt Saadat-Lendle. Bei der Befragung gab eine Mehrheit der Initiativen an, Mitarbeiter für das Thema sexuelle Vielfalt gerne schulen zu wollen. Kritik äußert der MRBB deshalb an der Politik des Senats. Dieser schmücke sich gerne mit der Arbeit der Vereine, würde ab vielfach nur auf ehrenamtliches Engagement setzen. Finanzielle Förderung gebe es häufig nur, wenn sich Migrantenorganisationen ausschließlich mit ihnen naheliegenden Themen wie etwa Rassismus beschäftigten, so der Vorwurf.

Dabei erleben viele Migranten häufig sowohl Fremdenfeindlichkeit als auch Homophobie. Fördergelder gegen Mehrfachdiskriminierung würden allerdings kaum gezahlt. In den letzten 20 Jahren sei dies nur für eine Hand voll Projekte der Fall gewesen, heißt es vom MRBB.

Grund dafür seien auch die zu komplizierten Förderanträge. Nach Ansicht von Saadat-Lendle fehlt vielen Migranteninitiativen eine Anlaufstelle, wo sie Hilfe bei der Beantragung erhalten. ROBERT D. MEYER

http://www.neues-deutschland.de/artikel/814438.kaum-geld-gegen-homophobie.html

293 Aufrufe >>>

2013-01-31 Verschwunden in Vietnam
UserReachOut 05.02.2013, 15:16 Uhr
Presseschau Tageszeitung

Ein Neonazi soll einen Vietnamesen niedergestochen haben. Der kann nun vor Gericht nicht aussagen – weil er abgeschoben wurde. Opferberatung: "Riesenskandal"

Vor dem Prozess um zwei Mordversuche eines Mannes aus Oberschöneweide wurden Zeugen abgeschoben, die nun nicht vor Gericht aussagen können. Bei einem der beiden handelt es sich um eines der Opfer, einen Vietnamesen. Opferberater protestieren gegen das Vorgehen der Behörden.

Der 25-jährige Stephan H. soll im Oktober 2011 "aus tiefer Abneigung gegen Mitbürger nichtdeutscher Herkunft" mit einem Messer auf den Mitarbeiter einer Pizzeria eingestochen haben. Dann soll er im Februar 2012 in der JVA Plötzensee einen vietnamesischen Mithäftling "aus bloßem Fremdenhass" mit einem Messer angegriffen haben. Beide Opfer überlebten knapp.


492 Aufrufe >>> weiterlesen... '2013-01-31 Verschwunden in Vietnam'

2013-01-18 Rassistischer Angriff ruiniert Pizzabäcker
UserReachOut 22.01.2013, 15:45 Uhr
Presseschau Tageszeitung

Der mutmaßliche Messerstecher H. gilt als schuldunfähig. Seine Opfer gehen wohl leer aus

Im Prozess um zweifachen Mordversuch aus fremdenfeindlichen Motiven werden die Beweise am dritten Prozesstag gegen den Angeklagten immer erdrückender. Dem 25-jährigen Arbeitslosen Stefan H. aus Schöneweide wird zu Last gelegt, im Oktober 2011 auf einen Pizzabäcker und vier Monate später auf einen Mithäftling in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee eingestochen zu haben. Beide Opfer überlebten die Angriffe nur knapp.

In seiner Wohnung fand die Polizei einen Messerblock, der vom selben Hersteller stammt wie die Tatwaffe. An die Wände waren Hakenkreuze gemalt. Auf dem Tisch lag ein Zettel mit dem Horst-Wessel-Lied. Mehrere Zeugenaussagen belasten den Angeklagten schwer. H. gibt an, gegen den Mithäftling aus Notwehr gehandelt zu haben. Zum Angriff auf den Pizzabäcker schweigt er. H. war bereits als Jugendlicher als Intensivtäter bekannt.

Voraussichtlich wird Stefan H. nicht verurteilt werden können: In einem Gutachten wurde er für schuldunfähig erklärt. H. selbst lehnt es ab, mit der Gutachterin zu reden. Er spricht auch nicht mit seinem Pflichtverteidiger und möchte sich stattdessen selbst verteidigen. Im Krankenhaus des Maßregelvollzugs lässt er niemanden an sich heran und lehnt Medikamente ab. Das Gutachten gründet sich auf Aussagen von Familienmitgliedern. Demnach habe H. unter Wahnvorstellungen gelitten.

Opfer jetzt arbeitslos

Die Schuldunfähigkeit ist auch relevant für eine mögliche Entschädigung der Opfer. Wenn er als schuldunfähig gilt, hat der libanesische Staatsbürger, der die Pizzeria betrieb, kein Anspruch auf Schmerzensgeld oder Wiedergutmachungszahlungen. Sein Bruder, der ihn in der Pizzeria schwer verletzt vorfand, erklärte, dass er den Laden aufgegeben habe, weil er dort immer an die Tat erinnert werde. Jetzt sind beide arbeitslos
.
Das zweite, aus Vietnam kommende Opfer, das in der Haftanstalt Plötzensee mit einem Messer angegriffen wurde, kann an dem Prozess nicht weiter teilnahmen, weil er abgeschoben wurde. Biplab Basu von der Opferberatung Reach Out kritisiert das Vorgehen: "Es ist ein Skandal, dass der Mann an dem Prozess nicht weiter teilnehmen darf." Derzeit sei völlig unklar, ob er im Vietnam medizinische Versorgung erhält. "Die Bundesregierung müsste alles dafür tun, damit er versorgt wird."

Der Prozess wird am 24. Januar fortgesetzt. Das Urteil wird für Ende Februar erwartet. MARTIN RANK

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2013%2F01%2F18%2Fa0135&cHash=eac365730bd5b211f7955a2549a341a5



325 Aufrufe >>>

2013-01-08 "Der Angriff erfolgt, um das Opfer zu vernichten"
UserReachOut 08.01.2013, 17:12 Uhr
Presseschau Tageszeitung

RASSISMUS Nach einer Attacke, wie sie der Kenianer Jimmy C. in einer Ku'damm-Diskothek erlebt hat, werden viele Betroffene durch Polizei und Justiz erneut viktimisiert, sagt der Psychotherapeut Eben Louw. Manche suchten die Schuld für den Angriff dann bei sich

taz: Herr Louw, was haben die Menschen erlebt, die Sie therapieren?

Eben Louw: Sie wurden auf offener Straße angegriffen, geschlagen, von erkennbaren, aber auch von nicht erkennbaren Nazis. Sie wurden rassistisch beschimpft, auf U-Bahn-Schienen geworfen, in ihren Geschäften überfallen. Es kommen auch Menschen, die Drohbriefe aus der Nachbarschaft bekommen, sie sollten wegziehen, oder denen regelmäßig Zettel mit rassistischen Beschimpfungen an die Türen geklebt werden. Oder Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz, in Behörden, beim Jobcenter rassistisch gemobbt oder beleidigt wurden. Auch Menschen, die nicht körperlich angegriffen wurden, entwickeln Angstsymptome.

Gibt es Menschen, die besonders oft Opfer rechter Gewalt werden?

Vor allem schwarze Männer. Nicht nur das Ausmaß, auch die Intensität rassistischer Gewalt, mit der sie konfrontiert sind, ist besonders hoch. Auslöser rassistischer Gewalt ist eben in ganz besonderem Maße die Hautfarbe. Aber wir betreuen nicht nur Afrodeutsche, sondern auch türkeistämmige Deutsche der zweiten und dritten Generation, weiße jüdische Menschen, die teils Einwanderer sind, teils deutsche Wurzeln haben, neu eingewanderte Menschen, Flüchtlinge, auch alternative deutschstämmige Jugendliche. Entscheidend ist die Motivation der Täter, nicht das Profil des Opfers.


420 Aufrufe >>> weiterlesen... '2013-01-08 "Der Angriff erfolgt, um das Opfer zu vernichten"'

<   12345678910111213141516171819202122232425   >

Videos

Letzte Neuigkeiten
 Neue Artikel
image 2013-06-21 Workshop "Alltagsrassismus"
image 2013-06-24 Werkstattgespräch: Rechts...
image 2013-06-12 Berlin-Marzahn S-Bahn
image 2013-06-09 Berlin-Schöneberg
image 2013-06-08 Berlin-Wedding

Spendenkonto
ARIBA e.V./ReachOut bei der Bank für Sozialwirtschaft Bankleitzahl: 100 205 00 Konto: 3 24 48 01

 
Adresse: Oranienstraße 159, 10969 Berlin. U8 Moritzplatz
Email: info@reachoutberlin.de, Tel.-Nr. 030/ 695 68 339, Fax: 030/ 695 68 346

Reachout ist ein Projekt von ARIBA e.V. und wird gefördert durch das Berliner "Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" und im Rahmen des Bundesprogramms "Förderung von Beratungsnetzwerken - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus".