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Thema: Aktuelles

In der Rubrik 'Presseschau' sind Presseberichte dokumentiert, in denen ReachOut erwähnt wird, und Beiträge von Mitarbeiterinnen von ReachOut:

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2013-05-14 Pressekonferenz Polizeiliche Kriminalstatistik
UserReachOut 08.05.2013, 12:25 Uhr
 Aktuelles Mehr Racial Profiling, weniger Aufklärung
Stellungnahme zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2012


Berlin, 08.05.2013: Mitte April präsentierten Innensenator Henkel und Polizeipräsident Kandt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2012.
Dabei werden wie in den Jahren zuvor wieder Zusammenhänge zwischen Kultur / Herkunft und Kriminalität hergestellt. So sprach Polizeipräsident Kandt in der diesjährigen Sitzung des Innenausschusses etwa davon, dass manche - wie Asiaten beispielsweise - wenig zu Gewalt neigen, Süd- und Osteuropäer statistisch gesehen etwas mehr.

"Uns war es dieses Mal nicht genug die Äußerung von Polizeipräsident Kandt als rassistisch zu verurteilen. Wir wollten die gesamte PKS auf den Prüfstand stellen, weshalb wir eine sozialwissenschaftlich fundierte Stellungnahme zur PKS und der darin erfassten "Nicht-Deutschen" erarbeitet haben", berichtet Angelina Weinbender vom Migrationsrat Berlin - Brandenburg.

Gemeinsam mit der Berliner Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der bundesweit aktiven Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) präsentiert der Migrationsrat die erarbeitete Stellungnahme bei einer Pressekonferenz:

am 14.05.2013
um 10 Uhr
im Migrationsrat Berlin - Brandenburg, Oranienstr. 34, 10999 Berlin, HH 2. Stock

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die PKS enthält eine Fülle an Informationen, die sich je nach Interessenlage unterschiedlich präsentieren und interpretieren lassen. Sie ist weniger eine Kriminalstatistik als vielmehr eine Dokumentation polizeilichen Handelns. Sie enthält wenige bis gar keine Informationen über Straftäter*innen, verrät jedoch viel über die Verdachtsmuster der Polizei. Dabei lässt sich über die Jahre hinweg eine beunruhigende Zunahme an Verdächtigungen gegenüber Migrant*innen und People of Color beobachten, die 2012 mit der CDU-regierten Innenverwaltung ihren bisherigen Höhepunkt erreichen. Auffällig ist des Weiteren, dass mit zunehmender Anzahl "Nicht-Deutscher Tatverdächtiger" die Aufklärungsquote der Polizei sinkt und entsprechend 2012 ihren Tiefpunkt erreicht.
Kurz: Laut PKS 2012 gibt es in Berlin mehr Racial Profiling und weniger aufgeklärte Fälle.

Interessierte sind herzlich eingeladen an der Pressekonferenz teilzunehmen.





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2013-05-07 Workshop: Einführung in die Auseinandersetzung zu "Rassismus und Justiz" am Beispiel des "Beschneidungsurteils"
UserReachOut 30.04.2013, 15:44 Uhr
 Aktuelles Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rassismus und Justiz“ findet folgender Workshop statt:

- Einführung in die Auseinandersetzung zu "Rassismus und Justiz" am Beispiel des "Beschneidungsurteils" -

Mit Inputs von u.a. Zülfukar Çetin, Salih Alexander Wolter, Sanchita Basu und Koray Yilmaz-Günay

Zeit: 7. Mai 2013, 18.00 - 21.00 Uhr

Ort: Migrationsrat Berlin-Brandenburg, Oranienstr. 34, 10999 Berlin

Nachfragen und Anmeldung bitte beim Migrationsrat Berlin-Brandenburg unter: veranstaltungsreihe@mrbb.de

Download Informationen zur Veranstaltungsreihe "Rassismus und Justiz"




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2013-04-25 Vortrag: Tatsachenfeststellung bei den deutschen Gerichten - oder wie sollte diese funktionieren?
UserReachOut 25.04.2013, 12:38 Uhr
 Aktuelles Liebe Mitstreiter_innen,

am Donnerstag, den *25. April* um *19:00* Uhr wird der Rechtsanwalt Valentin Babuska in den Räumen von ReachOut einen Vortrag zu folgendem Thema halten:

Wie funktioniert Tatsachenfeststellung bei den deutschen Gerichten - oder wie sollte diese funktionieren?

Teil 1) Allgemeines zu: Irrtum / Lüge / Wahrnehmungsprobleme / Suggestibilität

Teil 2) Der Umgang der Gerichte mit der Wahrheit bzw. deren Rekonstruktion
freie Beweiswürdigung / Glaubwürdigkeitsbegutachtung (Nullhypothese des BGH usw...)

Wir laden euch herzlich ein.
für das KOP-Team
Biplab Basu


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2013-04-09 Richterin: Verletzung bei Festnahme normal
UserReachOut 11.04.2013, 15:00 Uhr
 Aktuelles Tageszeitung

POLIZEIGEWALT Das Landgericht spricht zwei LKA-Beamte frei, die einen äthiopischstämmigen Deutschen festgenommen hatten. Dessen Anwältin spricht von Racial Profiling. Ob er in Revision geht, ist offen

Eigentlich will sich Amare B. nur eine Wohnung am Tempelhofer Damm anschauen. Der äthiopischstämmige Deutsche hält an jenem Nachmittag im Mai 2010 nach seinem Makler Ausschau. Der ruft an und sagt ihm ab. Doch B. kann das Gespräch nicht beenden, plötzlich kommen zwei Männer auf ihn zu, nehmen ihm das Handy weg und drücken ihn zu Boden. Der 37-jährige Elektroinstallateur glaubt, von Neonazis angegriffen zu werden. Er hat Todesangst, bekommt keine Luft mehr. Erst als ihm Handschellen angelegt werden, merkt er, dass er mit Beamten in Zivil zu tun haben muss.

Am Montag beschäftigte sich das Landgericht mit der Frage, ob die beiden Beamten damals angemessen gehandelt haben. Sie arbeiteten als Drogenfahnder für das Landeskriminalamt und hatten gerade zwei flüchtige Diebe verfolgt. Sie glaubten, dass B. zu ihnen gehörte und sie per Telefon warnen wollte. B. stand vor dem Haus, in das die Diebe geflohen sind. Für ihn hatte der Irrtum schwerwiegende Folgen: Er trug eine schwere Prellung am Rücken davon und musste sich in psychische Behandlung begeben, weil er traumatisiert war.

Das Amtsgericht hatte die Beamten wegen schwerer Körperverletzung im Amt zu Bewährungsstrafen von sechs und sieben Monaten verurteilt hatte. Doch die Richterin des Landgerichts schloss sich der ersten Instanz nicht an - sondern sprach die beiden Drogenfahnder frei. "Es war eine Aktion mit maßvollem Ausgang", die Vorgehensweise sei durch die Eingriffsrechte gedeckt, lautete ihre Begründung. Verletzungen bei Festnahmen seien normal. Das Gesetz umfasse auch einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Tragisch sei, dass B. in Todesangst versetzt wurde. Es gebe aber nicht den geringsten Anhaltspunkt für fremdenfeindliche Motive. Weil B. sich auffällig bewegt habe und dabei telefonierte, habe er den Anschein erweckt, dass er zu den Dieben gehöre, sagte die Richterin. Ihr Fazit: Eine solche Festnahme hätte jedem passieren können.

Genau das bezweifelt die Nebenklagevertreterin, die Amare B. vertritt. Für sie ist der Angriff auf B. nur über rassistische Stereotype der Beamten zu verstehen: "Ich bin mir sicher, wenn ich dort mit meinem Telefon lang gelaufen wäre, dann wäre das nicht passiert", erklärte sie in ihrem Plädoyer. B. habe sich 100 Meter von den Beamten entfernt aufgehalten. Sie geht davon aus, dass es sich um einen Fall von Racial Profiling handelt. Im Strafgesetz gibt es einen solchen Tatbestand aber nicht.

Unabhängig davon hält die Nebenklägerin die Vorgehensweise für rechtswidrig. Die Beamten hätten B. belehren müssen, welcher Straftat er verdächtigt wird. Nach Aussage von Amare B. hätten sich diese nicht als Polizei vorgestellt. Dies sei nur rechtens, wenn ein Gerichtsbeschluss oder Gefahr in Verzug vorliege. Auch sein Handy wurde ihm abgenommen. Laut der Nebenklagevertreterin gebe es auch dafür keine Rechtsgrundlage. Die LKA-Beamten sagten hingegen aus, sich als Polizei vorgestellt zu haben. Amare B. könnte nun in Revision gehen. Dann könnte der Fall komplett neu aufgerollt werden. MARTIN RANK

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2013%2F04%2F09%2Fa0126&cHash=44eeb9ee497feffdae37c9af4c66f471


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2013-04-08 Aufruf zur Prozessbeobachtung
UserReachOut 12.03.2013, 16:01 Uhr
 Aktuelles kop-berlin.de

Nächster Verhandlungstag:

Montag, den 8. April 2013 ab 9.00 Uhr

Ort
Landgericht Berlin
Wilsnacker Str. 4
10559 Berlin
Raum: 2/B 219

Zeit
Am 08. 04. 2013 um 09:00 Uhr.

Amare B. kämpft weiter um die Bestätigung der Verurteilung zweier Berliner Polizisten: Eindrücke vom vierten Prozesstag am 8.3.2013

Am vierten Prozesstag nimmt das Gericht im Vergleich zu den vorhergegangenen Prozesstagen eine eher vermittelnde Rolle ein. Dies liegt wohl mit an der Zeugenaussage von Amare B.s behandelnden Arzt. Auf Nachfrage des Gerichtsmediziners erklärt dieser, dass er dessen Schmerzangaben überprüft und somit objektiviert habe. (Hier stößt einem ein Satz des Gerichtsmediziners auf: Die verschiedenen Hautverfärbungen einer Prellung, seien bei dem Geschädigten natürlich schwieriger einzuschätzen, als bei „normal Hellhäutigen“. Diese Bemerkung bleibt jedoch unkommentiert.)

Weiterhin werden die grundlose Festnahme Amare B.s, sowie seine erlittenen Schäden heruntergespielt. Einer der Verteidiger der Polizisten erklärt, dass das Geschehene nur „sehr unwahrscheinlich geeignet“ wäre, um ein Trauma hervorzurufen. Woher er seine psychologischen Kenntnisse bezieht, bleibt offen. Nichts desto trotz scheint die Richterin die psychologische Einschätzung des Verteidigers ernst zu nehmen und wägt zunächst ab, ein weiteres psychologisches Gutachten einzuholen. Nachdem der Staatsanwalt dies ablehnt, sucht die Richterin weitere Ursachen für Amare B.s psychische Schäden, wie zum Beispiel frühere Gewalterfahrungen. Als er ihr erklärt, dass er zuvor nie Opfer von Gewalt geworden ist, hakt die Richterin erneut nach, ob er auch nicht, bevor er nach Deutschland gekommen sei, Gewalt erfahren habe.

Letztlich erklärt die Richterin: „In diesem Verfahren gibt es nur Verletzte.“ Hierdurch werden die Angeklagten zu Opfern stilisiert und Amare B.s Verletzungen relativiert. Dabei steht der Prozess in einem Kontext polizeilicher Gewalteskalation, zu der es gekommen sein könnte, weil die angeklagten Beamten den Geschädigten aufgrund von (eventuell unterbewussten) abgespeicherten rassistischen Stereotypen, verdächtigt haben. Dass sich die Angeklagten hierfür vor Gericht rechtfertigen müssen, stellt kaum eine Verletzung dar.

Der letzte Verhandlungstag und die Urteilsverkündung werden am Montag, den 08.04.2013 stattfinden.

KOP und der Migrationsrat Berlin Brandenburg mobilisieren gemeinsam mit Amare B. zur erneuten Prozessbeobachtung.

Ansprechpartner_innen:
Biplab Basu
Reach Out/ Ariba e.V. & KOP
Tel.: 030/ 695 683 44
E-Mail: biplab_basu@reachoutberlin.de

http://www.kop-berlin.de/veranstaltung/aufruf-zur-prozessbeobachtung-amare-b-kampft-auch-am-vierten-verhandlungstag-weiter-um-bestatigung-der-verurteilung-von-berliner-polizisten


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2013-04-06 Demonstration zum Gedenken an Burak B.
UserReachOut 18.03.2013, 11:56 Uhr
 Aktuelles Rassismus – wieder das Motiv?

Demo am Samstag 6.4.2013 / 14 Uhr / Friedhof Columbiadamm in Berlin-Neukölln

Aufruf zur Demonstration zum Gedenken an Burak B.

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B. ruft zur Demo am
06. April um 14 Uhr am Friedhof Columbiadamm in Berlin-Neukölln auf.

Burak wurde vor einem Jahr, in der Nacht vom 4. auf den 5. April,
gegenüber vom Krankenhaus Neukölln ermordet. Er war 22 Jahre alt.
Erschossen auf offener Straße, mitten in der Nacht. Fünf Freunde
unterhalten sich, lachen, leben, haben Spaß. Der Mörder kommt auf die
Gruppe zu, legt an, drückt ab. Burak: Lungendurchschuss, tot. Zwei seiner
Freunde, Alex. A. und Jamal A., überleben die Mordnacht lebensgefährlich
verletzt.

Wir rufen euch zur Solidarität mit der Familie und den Freunden von Burak
auf. Wenn ein Mensch auf offener Straße in Berlin ermordet wird, geht uns
das alle an. Wir werden nicht dazu schweigen, denn die rassistische
NSU-Mordserie könnte als Vorbild gedient haben. Wir fragen uns, welche
Lehren die Behörden aus ihrem Versagen im Rahmen der Ermittlungen gegen
den NSU gezogen haben. Ist Rassismus wieder das Motiv?

Lasst uns gemeinsam Burak gedenken. Lasst uns mit einer entschlossenen
Demonstration Druck auf die Ermittlungsbehörden ausüben.

In Gedenken an Burak und in Solidarität mit seinen Angehörigen.

Wir werden nicht schweigen, bis der Mord aufgeklärt ist!
Wir werden den Mord nicht vergessen!

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.

bestehend aus:
- Buraks Freunde und Verwandte
- ReachOut - Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und
antisemitischer Gewalt in Berlin
- Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR)
- Allmende e.V. - Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur
- Antirassistische Initiative (ARI)
- Autonome Neuköllner Antifa
- weitere Gruppen und Initiativen, sowie interessierte Einzelpersonen









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2013-04-05 Veranstaltung: Das Problem heißt Rassismus! Wir schauen hin!
UserReachOut 02.04.2013, 16:46 Uhr
 Aktuelles Wie hat Elif Kubaşık die Ermittlungen zum Mord ihres Ehemannes Mehmet Kubaşık in Dortmund erlebt? Welche Auswirkungen hatten die diskriminierenden Ausgangsthesen der Polizei auf die migrantische Community? Was erwarten die Angehörigen und ihre Anwält_innen vom NSU-Prozess, der am 17. April in München beginnt?

Auf der Veranstaltung sollen die polizeilichen Ermittlungen zu den Morden und Bombenanschlägen der Mitglieder des NSU diskutiert und die Konsequenzen des strukturellen Rassismus beleuchtet werden.

Podiumsdiskussion mit Elif Kubaşık, Carsten Ilius und Esin Ermann.

Elif Kubaşık, die Ehefrau des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşık und Nebenklägerin in dem am 17. April in München beginnenden Strafverfahren wird davon erzählen, wie sich die Polizei im Rahmen der Ermittlungen ihr und ihrer Familie gegenüber verhalten hat.

Carsten Ilius, Rechtsanwalt von Elif Kubaşık, wird zu den einseitigen Ermittlungen der Polizei hinsichtlich der durch die Mitglieder des NSU verübten Morde und Bombenanschläge Stellung nehmen.

Esin Erman, Berliner Psychotherapeutin, wird ihre Perspektive auf strukturellen Rassismus im Zusammenhang mit den Reaktionen auf die Morde in der migrantischen Community zur Diskussion stellen.

Moderiert wird die Diskussion von Ferda Ataman, Journalistin und Mitglied der „Neuen deutschen Medienmacher“.

Einleitend wird der Kurzfilm „Kein 10. Opfer“ gezeigt.
Die Veranstaltung findet mit Simultanübersetzung auf Deutsch und Türkisch statt.

5. April 2013, 9.30 Uhr, im Nachbarschaftshaus Urbanstraße 21, 10961 Berlin




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2013-04-04 Gutachten zur dauerhaften Förderung von Programmen gegen extrem Rechts
UserReachOut 04.04.2013, 16:59 Uhr
 Aktuelles Im Gegensatz zur Behauptung der Bundesregierung, eine finanzielle Förderung von Projekten gegen Rechtsextremismus aus Bundesmitteln sei nur „einmalig beziehungsweise lediglich zeitlich befristet“ möglich, widerspricht ein Gutachten der Staatsrechtler Prof. Dr. Ulrich Battis, Prof. Dr. Klaus Joachim Grigoleit und Dr. Franziska Drohsel im Auftrag von Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen dem für die Förderungen zuständigen Bundesfamilienministerium unter Leitung von Kristina Schröder (CDU).

„Seit Beginn der Bundesprogramme kämpfen die Projekte gegen Rechtsextremismus ständig um eine dauerhafte Finanzierung. Das muss endlich ein Ende haben“, fordert Bianca Klose vom Verein für Demokratische Kultur in Berlin. Ihr Verein ist – zusammen mit vielen anderen Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen – einer der Auftraggeber der Studie.

Das Ministerium ist bisher der Auffassung, eine Unterstützung aus Bundesmitteln sei nur „einmalig bzw. zeitlich befristet möglich.“ Für viele Initiativen bedeutet dies eine große finanzielle Unsicherheit, für nicht wenige auch ein drohendes finanzielles Aus. Doch die Auffassung des Ministeriums ist nicht zutreffend, resümieren Battis, Grigoleit und Drohsel nun in ihrem Gutachten. „Eine langfristige, dauerhafte Finanzierung der Arbeit gegen Neonazismus und für Demokratieförderung ist verfassungsrechtlich möglich“, urteilen die Wissenschaftler. Eine Unterstützung sei zudem geboten: „Die Förderung demokratischer Kultur und die Bekämpfung des Neonazismus unterliegen staatlicher, insbesondere aber gesamtgesellschaftlicher Verantwortung. Zur Wahrung dieser Verantwortung bedürfen entsprechende gesellschaftliche Projekte eines gewissen Maßes an Finanzierungssicherheit.“

(weiterlesen: Zeit/Störungsmelder/Gutachten: Dauerhafte Förderung von Projekten gegen rechts ist verfassungsrechtlich möglich )


Download Gutachten hier



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2013-03-26 GEGEN DIE KRIMINALISIERUNG VON AYFER H.
UserReachOut 27.03.2013, 15:14 Uhr
 Aktuelles WIR KÄMPFEN MIT EURER HILFE GEGEN DIE KRIMINALISIERUNG VON AYFER H. UND FORDERN GERECHTIGKEIT! BITTE HELFT UNS DABEI UND ÜBERWEIST ALLE 1 EURO!

Eure Spenden werden benutzt, um in Berufung gehen und weitere Prozesskosten zahlen zu können.


Was ist passiert?

Am 14. März 2012 ist Ayfer H. zu einer Schulkonferenz eingeladen. Im Laufe des Gesprächs mit Schulleiter und LehrerInnen kommt es zu einer verbalen, rassistisch beleidigenden Auseinandersetzung. Sowohl der Schulleiter als auch Ayfer H. benachrichtigen die Polizei. Ayfer H. möchte Anzeige erstatten, doch die Polizeibeamten vor Ort sehen sie selbst als Störerin und verhalten sich entsprechend. Ayfer H. wird massiv gedrängt das Schulgebäude zu verlassen und sie wird beleidigt und geschlagen.

Eine Freundin, die Ayfer H. zur Schulkonferenz begleitet hatte, kann sie nicht schützen: auch sie wird durch Polizisten beleidigt und lange daran gehindert, ihrer Freundin zur Hilfe zu eilen.Schließlich wird Ayfer H. festgenommen und aus dem Schulgebäude abgeführt. Ihre Verletzungen muss sie im Krankenhaus behandeln lassen.

Zwar erstattet Ayfer H. Anzeige gegen die PolizistInnen wegen „Körperverletzung im Amt" (§340 StGB), diese wird jedoch eingestellt.

Ayfer H. wurde im März als Täterin vor Gericht verurteilt. Es handelt sich um einen weiteren Fall, in dem die eigentlich Betroffene kriminalisiert wird, während die Taten der PolizeibeamtInnen nicht weiter verfolgt werden.

DAS LASSEN WIR UNS NICHT GEFALLEN! WIR KÄMPFEN WEITER ZUSAMMEN MIT AYFER H. UND FORDERN EINE BERUFUNG. BITTE UNTERSTÜTZT UNS FINANZIELL, DAMIT WIR WEITERE PROZESSKOSTEN BEZAHLEN KÖNNEN!


Kontoinhaber: Ariba e.V.
Verwendungszweck: Rechtshilfefonds KOP
Bankleitzahl: 100 205 00 / Bank für Soialwirtschaft
Kontonummer: 324 48 01



Auszüge aus dem Gedächtnisprotokoll von Ayfer H.:

" Der Polizist fährt fort: „Wissen Sie, was ich an euch Türken hasse? Sie sind so temperamentvoll."

"... Der [zweite] Polizeibeamte gibt mir einen Schlag mit der Faust aufs rechte Auge. Ich stolperte nach hinten und fiel an die Wand neben der Klassenzimmertür. Beide Polizeibeamten liefen auf mich erneut zu. Der Eine fasste mich wieder am Arm, in welchem ich immer noch das Telefon hielt, als der andere ein zweites Mal ausholte und mir auf [den] Mund schlug. Dabei sagte er: ‚Ihr scheiß Türken.' Ich stürzte runter auf meine Knie. Der Polizeibeamte hält [mich] mit der linken Hand fest an meinen Haaren und schlug mit der rechten 2-3 Mal auf meinen Körper (...) ein. Er zieht [mich] an meinen Haaren zur Seite. Der andere Polizeibeamte hält weiterhin meinen Arm und zieht mich zur anderen Seite. Der [...] Polizeibeamte tritt mir ans Schienbein, als ich mittlerweile mit der linken Körperhälfte halb gestreckt auf dem Boden lag."

(siehe KOP-Chronik unter http://www.kop-berlin.de/chronik [1])


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2013-03-21 Podiumsveranstaltung über antirassistische Widerstände in Deutschland
UserReachOut 12.03.2013, 16:26 Uhr
 Aktuelles buendnisgegenrassismus.org

„Grenzenlos und unverschämt“(May Ayim) – Geschichten antirassistischen Widerstands in Deutschland

++ Diskussion ++ Spoken Word ++ Konzert ++ Party ++

Datum: Donnerstag, den 21.03.2013

Beginn: 18.30h

Ort: Drugstore, Potsdamer Str. 180 (U7 Kleistpark, U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr.)

Eintritt: frei und gegen Spende

Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, lädt das Bündnis gegen Rassismus zur Podiumsveranstaltung über antirassistische Widerstände in Deutschland ein.Es gibt eine Vielzahl von Perspektiven und Erfahrungen, denen wir an diesem Abend Raum geben wollen. Die Veranstaltung soll den antirassistischen Widerstand von Menschen, die selbst Rassismuserfahrungen machen, aufzeigen und verdeutlichen, dass Schwarze, Migrant_innen, Geflüchtete, People of Color, Roma und allgemein Menschen mit Rassismuserfahrungen nicht erst „mobilisiert“ werden müssen. Wir sind längst aktiv und waren es auch schon immer!

Gemeinsam mit euch und den Podiumsgästen möchten wir uns über die unterschiedlichen antirassistischen Kämpfe austauschen und über gemeinsame Perspektiven diskutieren.

Auf dem Podium erwarten euch Beiträge von Aktivist_innen aus verschiedenen Initiativen und Gruppen:

Adetoun Küppers-Adebisi (Afrotak TV cyberNomads)
Hajdi Barz (Ini Rromnja)
Napuli P. (Refugee Protest Oranienplatz)
N.N. (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ISD e.V.)
Garip Bali (Allmende e.V.)

Im Anschluss:

20:30h Spoken Word von Moona موناMoon
21:00h Live-Auftritte von Mozaik (Anjun & Kaveh) und Çığır
ab 23h DJ Wardita (elektroriental), DJane Chanda (transcaribbean flow)

Wir sind gespannt auf den Abend und freuen uns auf euch!

Bündnis gegen Rassismus

http://buendnisgegenrassismus.org
http://www.facebook.com/events/161917510630675/






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Email: info@reachoutberlin.de, Tel.-Nr. 030/ 695 68 339, Fax: 030/ 695 68 346

Reachout ist ein Projekt von ARIBA e.V. und wird gefördert durch das Berliner "Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" und im Rahmen des Bundesprogramms "Förderung von Beratungsnetzwerken - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus".