Veröffentlichungen
Einladung zur Pressekonferenz
Kupa Ilunga Medard Mutombo: Pressekonferenz zu fehlender Anklage gegen Polizeibeamt:innen
„Solche Entwicklungen erschüttern das Vertrauen in die Gerechtigkeit und Unparteilichkeit des Systems zutiefst.“
(Mutombo Mansamba)
Berlin, 11. September 2025
Am 14. September 2022 drangen zwölf Polizeibeamt:innen gewaltsam in die Wohnung von Kupa Ilunga Medard Mutombo ein, nahmen ihn gewaltsam fest und fixierten ihn in Bauchlage. Dabei erlitt er einen Herzstillstand, wurde wiederbelebt und fiel ins Koma. Am 6. Oktober 2022 verstarb er aufgrund der lebensbedrohlichen Verletzungen. Seit fast drei Jahren gibt es keine Anklage gegen die Polizeibeamt:innen. Es gab bis heute keinerlei Konsequenzen für die eingesetzten Polizeibeamt:innen. Wir fordern die Justiz auf, Anklage zu erheben gegen die beteiligten Polizeibeamt:innen.
Wir laden Sie zur Pressekonferenz ein:
Wann: Dienstag, 16.09.2025 10-11:30 Uhr
Wo: ReachOut Berlin, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin
Teilnehmende:
- Mutombo Mansamba, Bruder von Kupa Ilunga Medard Mutombo
- Beate Böhler, Anwältin für das Zivilverfahren
- Regina Götz, Anwältin für das Strafverfahren
- Vertreterinnen von ReachOut
Nach dem Tod von Kupa Ilunga Medard Mutombo behauptete die Polizeipräsidentin Barbara Slowik vorschnell, dass die Polizei keine Schuld treffe. Im Mai 2023 wurde das Ermittlungsverfahren gegen die Polizei eingestellt. Im August 2023 kündigte die Generalstaatsanwaltschaft die Wiederaufnahme an; die Staatsanwaltschaft nahm das Verfahren im März 2024 erneut auf, nachdem Mutombo Mansamba und seine Anwältin Regina Götz gegen die Einstellung vorgegangen waren. Seitdem gibt es keinerlei Entwicklungen in dem Verfahren. Bisher wurde keine Anklage gegen die fünf Polizeibeamt:innen erhoben, die für den Tod von Kupa Ilunga Medard Mutombo verantwortlich sind. Die Ombudsstelle für das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) hat im August 2024 einen Bericht verfasst, indem deutlich wird, dass der Polizeieinsatz unverhältnismäßig und diskriminierend war. Bis heute gibt es auch auf diesen Bericht keine Antwort.
Die Familie verdient Antworten und Gerechtigkeit. Der Senat darf nicht länger wegsehen, wenn Menschen aus rassistischen Gründen von der Polizei lebensbedrohlich geschlagen und getötet werden. Kupa Ilunga Medard Mutombo war und ist kein Einzelfall. Die Polizei geht weiterhin mit massiver, unverhätnismäßiger Gewalt auf rassismusbetroffene Menschen zu, auf psychisch krank gemachte Menschen, auf wohnungslos gemachte Menschen und auf queere Menschen. Solange die Polizei keine Konsequenzen für diese rechtswidrigen, lebensbedrohlichen, massiven Menschenrechtsverletzungen erfährt, wird sie bestärkt darin, weiter Menschen lebensbedrohlich zu verletzen und zu töten.
Auf unserer Pressekonferenz werden die Strafrechtsanwältin Regina Götz und die Zivilrechtsanwältin Beate Böhler den aktuellen Stand der Verfahren erläutern. Mutombo Mansamba, der Bruder des Verstorbenen, wird über seinen Kampf um Gerechtigkeit und die konkreten Forderungen an die Berliner Behörden sprechen.
Um Anmeldung wird gebeten
Pressekontakt:
ReachOut
E-Mail anzeigen
Tel: +49 157 5714 0095
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien wie bspw. der AfD oder Organisationen angehören, die der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.



