Mehr Gewalttaten in Berlin

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Erscheinungsdatum: 
Donnerstag, März 7, 2019
MedienName: 
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Von Kai Budler

Die Zahl der rechtsextremen Angriffe in Berlin ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Als Tatmotiv steht Rassismus im Vordergrund.

2018 verzeichnete die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, ReachOut, 309 extrem rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Berlin. Das sind 42 Gewalttaten und massive Bedrohungen mehr als im Vorjahr, konstatiert Sabine Seyb, Mitarbeiterin von ReachOut. Mindestens 423 Menschen seien verletzt und bedroht worden, knapp 50 mehr als noch im Jahr 2017. Unter den Opfern befanden sich auch 19 Kinder und 47 Jugendliche. Zudem mussten knapp 20 Kinder Gewalttaten gegen ihre Eltern miterleben.

Mit 167 Taten ist über die Hälfte der Angriffe rassistisch motiviert, 63 Taten richteten sich gegen homosexuelle und queere Menschen und 44 Gewalttaten hatten einen antisemitischen Hintergrund. Gesunken ist allein die Zahl der Angriffe gegen vermeintliche politische Gegner: Hier zählte ReachOut 23 Angriffe und damit 17 Attacken weniger als im Vorjahr. Unter den Taten waren 157 Körperverletzungen, 115 gefährliche Körperverletzungen und 31 Bedrohungen.

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