Angriffe in Berlin

Rückgang von 30 Prozent im letzten Jahr

267 Angriffe zählte die Berliner Beratungsstelle "ReachOut" im vergangenen Jahr, weniger als noch 2016. Einen Grund zur Entwarnung gebe es dennoch nicht.

Gemeinsame Pressemitteilung der Berliner Register für das Jahr 2017

Im Jahr 2017 dokumentierten ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rassistischer und rechter Gewalt, und die Register in den Berliner Bezirken Angriffe und Vorfälle, die einen rassistischen, antisemitischen, homophoben oder diskriminierenden Hintergrund hatten. Unter Vorfällen, die bei den Registern aufgenommen werden, sind neben Gewalttaten auch Propagandaaktivitäten, wie das Anbringen von Aufklebern, Plakaten oder Sprühereien gefasst. Darüber hinaus werden auch Veranstaltungen und Beleidigungen gefasst, die einmal jährlich qualitativ ausgewertet werden.

Deutsch

Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Berlin 2007-2017

ReachOut veröffentlicht seit 2003 jährlich die recherchierten Angriffszahlen. Nicht gezählt werden Propagandadelikte, Beleidigungen, Sachbeschädigungen, wenn keine Personen dabei gefährdet oder direkt
bedroht sind. Differenzen zu polizeilichen Angaben ergeben sich durch unterschiedliche Einschätzungen der Tathintergründe. Außerdem erfährt ReachOut von Fällen, die nicht angezeigt werden. Die Vergleichszahlen
aus den Vorjahren geben den Stand Ende Februar/Anfang März des jeweiligen Jahres wieder.

Tabelle und Grafiken zu den Tatorten und Tatmotiven finden sich im Anhang.

Deutsch

Pressemitteilung zu den Angriffen in Berlin 2017

Die Zahlen extrem rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin sind gesunken. Dennoch kein Grund zur Entwarnung.

Rassismus ist das häufigste Motiv.

Deutsch

Berlin-Schöneberg

Gegen 21.05 Uhr wird ein 32-jähriger Transmann in der Frobenstraße aus LGBTIQ-feindlicher Motivation aus einem vorbeifahrenden Auto heraus mit einer Plastikflasche beworfen.

Polizei Berlin, 19.02.2018

Berlin-Schöneberg

Gegen 21.05 Uhr wird ein 32-jähriger Transmann in der Frobenstraße aus LGBTIQ-feindlicher Motivation aus einem vorbeifahrenden Auto heraus mit einer Plastikflasche beworfen.

Polizei Berlin, 19.02.2018

Berlin-Spandau

Gegen 13.10 Uhr wird ein Gegendemonstrant gegen den "Hess-Gedenkmarsch" in einer Gartenkolonie in der Nähe der Bühne von Mut gegen Rechts von einem Mann mit einer Holzlatte geschlagen.

Register Spandau

Berlin-Mitte

Ein 29-jähriger Mann wird gegen 2.30 Uhr von mehreren Männern rassistisch beleidigt, mit einer Flasche angegriffen und schwer verletzt. Der 29-Jährige erstattet Anzeige.

ReachOut

Berlin-Charlottenburg

Acht Personen, die an einer Gegendemonstration zum „Quds-Marsch“ teilnehmen, werden in der Nähe des Kurfürstendamm von zwei Männern aus antisemitischer Motivation beleidigt und einige von ihnen werden angerempelt.

Register Charlottenburg-Wilmersdorf
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)

Berlin-Mitte

Auf dem Potsdamer Platz wird ein Gegendemonstrant aus einer Palästina-Solidaritätskundgebung heraus aus antisemi­tischer Motivation von einem Mann angegriffen und geschlagen.

Register Mitte
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)

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